Eines vorab: ich erstelle keine Kurzgutachten!

Kurzgutachten sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind! Sie erfüllen nicht die Voraussetzungen des § 194 BauGB und sind nicht geeignet, nachvollziehbare Ergebnisse zu liefern. Zudem beinhalten Sie unabsehbare haftungsrechtliche Problematiken.

Vertrauen in den Sachverständigen

Die Beauftragung eines Sachverständigen hat auch immer mit Vertrauen zu tun: in die Person des Sachverständigen und in das Ergebnis – das Gutachten. Deswegen stelle ich Ihnen hier in der gebotenen Kürze den Ablauf von der ersten Anfrage durch Sie zum Verkehrswertgutachten in Ihrem Briefkasten vor. In der Regel erfolgt der Ablauf der Verkehrswertermittlung in fünf Schritten:

Ablauf

Wofür wird das Gutachten benötigt?

Nach der ersten Kontaktaufnahme kläre ich mit Ihnen, welchem Zweck das Gutachten zu dienen bestimmt sein soll. Benötigen Sie das Gutachten z. B. als Vorbereitung für einen Rechtsstreit, für eine Erbauseinandersetzung oder für das Finanzamt, ist das Verkehrswertgutachten gemäß § 194 BauGB der richtige Weg.

Aufbau des Verkehrswertgutachtens

  1. Allgemeine Angaben zum Auftrag
  2. Beschreibender Teil: Lage, Grundstück, rechtliche Situation und bauliche Anlagen
  3. Flächenaufstellung
  4. Wertermittlung (Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren, Vergleichswertverfahren)
  5. Ergebnis
  6. Anlagen, Literaturverzeichnis

Unterlagen

Weiter stimme ich mit Ihnen nach der Beauftragung mit Ihnen ab, welche Unterlagen Sie mir zur Verfügung stellen müssen und welche ich selbst beschaffen kann.

Ortstermin

In einem zweiten Schritt vereinbaren wir einen Ortstermin. Dieser ist für mich als Sachverständigen vorgeschrieben. Nur so kann ich mir einen Eindruck vom Wertermittlungsobjekt machen. Das Objekt wird außen und innen begangen und der vorgefundene Zustand wird von mir aufgenommen. Mängel und Schäden werden nach Augenschein aufgenommen, d. h. es wird für die Untersuchung nicht in die Gebäudesubstanz eingegriffen, es werden keine Öffnungen vorgenommen usw. Außerdem erfolgt eine Fotodokumentation. In diesem Termin sollten Sie mir die für die Wertermittlung notwendigen Unterlagen vorlegen, d. h. in der Regel Flächenberechnungen, Baubeschreibungen, Grundrisse, Grundbuchauszug usw. Sind diese Unterlagen nicht vorhanden, kann ich sie in der Regel bei den zuständigen Ämtern anfordern oder kann z. B. ein eigenes (kostenpflichtiges) Flächenaufmaß vornehmen.

Gutachtenerstellung

In einem dritten Schritt verfasse ich das Verkehrswertgutachten. Dafür werden die Unterlagen und die Erkenntnisse des Ortstermins ausgewertet. Das Gutachten kann je nach Objekt und Auftrag zwischen 20 und 150 Seiten umfassen. Sie erhalten das Gutachten in zweifacher, gebundener Ausfertigung.

Honorar

Mein Honorar berechnet sich entweder nach einer Honorartabelle oder wird mit Ihnen frei verhandelt.